“Generalisierte Angststörung: typische körperliche Symptome und Infos zur Behandlung”

Was ist die generalisierte Angststörung (GAS)?

Bei der generalisierten Angststörung handelt es sich um eine allgemeine Angststörung, die chronisches Sorgen, Nervosität und Anspannung beinhaltet. Die generalisierte Angststörung ist jedoch anders als eine Phobie, bei der sich um die Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen handelt. Die GAS dreht sich rund um ein allgemeines Gefühl der Beklemmung und Sorge, die Dein gesamtes Leben beeinflusst. Diese Art von Angst ist schwächer als eine Panikattacke, aber dauert dafür viel länger, macht das normale Leben schwer und es unmöglich Dich zu entspannen.

Wenn Du unter GAS leidest, dann wirst Du Dich um die gleichen Dinge sorgen wie andere Menschen auch: Gesundheit, Geld, Familie, Liebe, Probleme im Job usw. Aber Du wirst diese Sorge auf ein neues Level bringen. Ein höheres Level.

Falls Dich z.B. ein Freund nicht gleich zurück ruft, dann siehst Du das als Anzeichen dafür, dass die Freundschaft in Gefahr. Falls ein Kollege etwas über die schlechte Lage der allgemeinen Wirtschaft sagt, dann siehst Du dies als Zeichen dafür, dass Du bald eine Kündigung auf dem Tisch liegen haben wirst usw.

Es spielt für Dich auch eine Rolle, wenn Du weißt, dass Deine Sorgen zu ernst für die Situation sind. Du kannst sie einfach nicht abschalten. Die Sorgen fliegen durch Deinen Kopf – und wollen einfach nicht verschwinden. Kommen Dir zum Beispiel diese Gedanken bekannt vor?

„Ich kann nicht zu denken aufhören, ich werde wahnsinnig!“

„Er ist zu spät, er hatte bestimmt einen Unfall oder will mich gar nicht treffen!“

„Ich kann nicht schlafen. Ich sorge mich so… und ich weiß nicht, warum!“

Anzeichen und Symptome der generalisierten Angststörung

Die Anzeichen für die generalisierte Angststörung sind manchmal stärker und manchmal schwächer. Für viele Betroffene kommt es auch auf die Tageszeit an. Stress alleine löst keine generalisierte Angststörung aus, aber kann die Angststörung bei Betroffenen verstärken. Es leiden auch nicht alle Betroffene unter den gleichen Symptomen. Die Symptome sind meist eine Mischung aus emotionalen, verhaltensbezogenen und physischen Problemen.

Emotionale Symptome für die generalisierten Angststörung:

  • Andauernde Sorgen, die durch Deinen Kopf schwirren
  • Das Gefühl, dass Du Deine Angst nicht unter Kontrolle hast, dass Du nichts gegen Deine Sorgen unternehmen kannst
  • Aufdringliche Gedanken über Dinge, die Dir Sorgen machen. Du versuchst nicht darüber nach zu denken, aber Du kannst nicht damit aufhören.
  • Du hast ein Problem damit Ungewissheiten zu akzeptieren. Du musst einfach wissen, was genau in der Zukunft passieren wird.
  • Ein andauerndes Gefühl von Anspannung und Sorge

Verhaltensbezogene Symptome der generalisierten Angststörung:

  • Du kannst Dich nicht entspannen.
  • Du hast Konzentrationsschwierigkeiten.
  • Du schiebst Dinge auf, weil Du Dich überwältigt fühlst.
  • Du vermeidest Situationen, in denen Du Dich unwohl fühlst.

Physische Symptome der generalisierten Angststörung:

  • Angespannte Muskeln und Körperschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Zittern
  • Magenprobleme, z.B. mit der Verdauung

Schau Deine Probleme auf eine neue Weise an

Wenn Du Deine generalisierte Angststörung in den Griff bekommen möchtest, dann ist es zuerst einmal wichtig, dass Du Deine Besorgnis besser verstehst. Es kommt Dir vielleicht so vor als würden Deine Sorgen von außen kommen: von anderen Menschen, von bestimmten Ereignissen, von dem Arbeitsplatz, vom allgemeinen Stress usw. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Du diese Besorgnis selbst erschaffst. Der Auslöser mag von außen kommen, aber der interne Dialog, der Deine Sorgen verschlimmert, kommt von Deiner eigenen inneren Stimme.

Wenn Du Dich sorgst, dann redest Du Dir selbst die schlimmsten Dinge ein und stellst Dir die schlimmsten Resultate vor. Du denkst immer wieder darüber nach und gerätst dann in einen Teufelskreis der negativen Gedanken. Du musst Dir sagen, dass die Sorgen über verschiedene „was, wenn“ Szenarien Dir nicht hilft. Egal, wie sehr Du Dir Sorgen machst: Es wird die Realität nicht verändern, denn es handelt sich bei Deinen Sorgen nur um Deine eigenen Gedanken. Versuche, Dir Deine Probleme mal aus der Sicht eines anderen Menschen anzusehen.

Probiere Entspannungsmethoden

Menschen, die unter Angststörungen leiden sind nicht nur emotional sondern auch körperlich angespannt. Wenn Du lernst, wie Du durch Entspannungsmethoden diese Anspannung los werden kannst, dann wirst Du Dich sofort wohler fühlen, denn es ist im Grunde genommen unmöglich zur gleichen Zeit entspannt UND angespannt zu sein. Übung macht hier den Meister und es ist empfehlenswert, dass Du jeden Tag eine halbe Stunde lang für Entspannungsübungen beiseite legst, denn viele dieser Methoden werden Dir am Anfang wahrscheinlich nicht einfach fallen. Schaue Dir Methoden wie Yoga, Meditation, tiefes Atmen und andere Entspannungsmethoden an. Wähle Dir eine Methode aus, mit der Du Dich anfreunden kannst und halte Dich dann daran, auch wenn es Dir am Anfang schwer fällt.

Lerne, Dich schnell zu beruhigen

Wenn Du bemerkst, dass Du Dich unruhig und unwohl fühlst, dann solltest Du so schnell wie möglich Schritte unternehmen, um Dich selbst zu beruhigen. Konzentriere Dich auf etwas
Angenehmes, das Deine Sinne auf eine positive Weise anspricht. Einige Beispiele:

  • Besuche ein Kunstmuseum.
  • Rieche die Blumen.
  • Höre Dir beruhigende Musik an.
  • Genieße natürliche Geräusche wie Vogelgesang, Wellenrauschen usw.
  • Koche eine leckere Mahlzeit für Dich selbst und genieße jeden einzelnen Bissen.
  • Trinke einen leckeren Kaffee oder Tee.
  • Nimm ein schönes Bad mit aromatischen Badeölen.
  • Spiele mit Deinem Haustier, falls Du eins hast.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Manche Menschen können alleine mit ihrer generalisierten Angststörung fertig werden, für andere ist es schwerer. Falls Du bemerkst, dass Du trotzt Entspannungsmethoden und mit dem besten Willen einfach nicht Herr Deiner Angststörung werden kannst, dann suche bitte professionelle Hilfe auf, denn wenn eine Angststörung nicht aus der Welt geschaffen wird, dann kann sie mit der Zeit immer schlimmer werden und zu weiteren Problemen führen.

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