„Was Du bei Panikattacken tun kannst & welche Symptome sind wichtig“

angst-definitionWenn Du eine Panikattacke hast, dann weißt Du es…“ Diesen ‚weisen‘ Spruch haben wir alle schon mal gehört. Die Symptome einer Panikattacke kann man jedoch leicht mit etwas anderem verwechseln – in machen Fällen sogar mit einer Herzattacke, einem Schlaganfall oder mit dem „verrückt werden“.

Ob Du eine Panikattacke oder sogar etwas grundsätzlich gefährlicheres erlebt hast, dann suche gleich beim ersten Mal Deinen Arzt auf. Es könnte eine physische Ursache haben. Wenn Du jedoch einfach nur wissen möchtest, was die Symptome für Panikattacken sind und ob Du „normal“ bist, dann sind hier ein paar Beispiele, was viele Menschen erleben:

Wichtige Symptome von Panikattacken

Herzklopfen/erhöhter Herzschlag/hüpfender Herzschlag

Diese gehören zu den Panikattacken Symptomen, die am Häufigsten angegeben werden. Der Grund dafür? Adrenalin. Das Adrenalin wird schneller ausgeschüttet, wenn Du in Panik gerätst. Das Adrenalin führt dazu, dass Dein Herz schneller schlägt, damit Du schneller rennen kannst, falls die Gefahr direkt/echt ist.

Bitte sei Dir bewusst, dass dies körperlich NICHT gefährlich für Dich ist, wenn Du unter keinen Herzproblemen leidest. Es ist die natürliche Reaktion Deines Körpers auf Gefahr. Ob Du es glaubst oder nicht: Dein Körper will Dir nur helfen und Dich nicht verletzen.

Flaches, schnelles Atmen

Dies ist ein weiterer Sicherheitsmechanismus Deines Körpers. Der Körper kennt den Unterschied zwischen echten (d.h. ein Tiger, der Dich jagt) und imaginären (d.h. die Angst während einer Panikattacke) Gefahren nicht. Dein Körper bereitet Dich auf die Flucht vor, falls diese notwendig wäre. Deswegen stellt er sicher, dass Dein Körper schneller mit Sauerstoff versorgt wird.

Schwindel

Dies ist ein weiteres recht häufiges Panikattacken Symptom. Es kann eventuell durch das schnelle Atmen (siehe oben) hervor gerufen werden.

Zittern

Dies entsteht der Kombination von Adrenalin mit der generalisierten Angst.

Das Drosselung- oder Erstickungsgefühl

Die Kehle kann sich eventuell während einer Panikattacke enger anfühlen, da sich die Muskeln anspannen. Dies kann dazu führen, dass Du Dich so fühlst als würdest Du ersticken, obwohl das nicht der Fall ist. Einfache Faustregel: Falls Du sprechen kannst, dann gelangt genug Luft in Deine Atemwege.

Schwitzen

Deine Handflächen, Deine Stein und Dein Gesicht sind normalerweise die Bereiche, an denen der Schweiß ausbrechen wird.

Das Gefühl, dass Du wahrhaftig verrückt wirst

Es kommt Dir vielleicht so vor als ob Du Deinen Verstand verlierst, und dass Du plötzlich etwas „verrücktes“ unternehmen könntest. Generell gesprochen geschieht dies jedoch nicht während einer Panikattacke.

Das Gefühl, dass ein Unheil im Anmarsch ist

Es ist nicht bekannt, wie genau der Mechanismus dahinter funktioniert, aber es gibt während Panikattacken oft ein generelles Gefühl, dass Unheil im Anmarsch ist.

Das Gefühl, dass Du wahrhaft am Sterben bist

Das ist keine Überraschung. Du erlebst verschiedene physische Symptome, die ziemlich beängstigend sind und wie aus heiterem Himmel erschienen sind. Sehr viele Betroffene berichten, dass sie während einer Panikattacke Angst vorm Sterben haben (siehe weiter unten für mehr darüber).

Übelkeit

Viele Betroffenen leiden neben dem Schwindel auch unter Übelkeit. Dies kann auch ein allgemeines Symptom für Angst sein.

Das Gefühl, dass alles etwas unwirklich ist

Du kommst Dir vielleicht so vor, als würdest Du „neben Dir stehen“, als ob Du alles von außen betrachtest. Oder es kommt Dir so vor, als ob andere Menschen lauter als üblich sprechen und dass Farben heller sind – so wie durch ein Fischaugenobjektiv. Es kann Dir eventuell auch so vorkommen, als ob Gegenstände weiter entfernt oder näher bei Dir sind als sie logischerweise sein sollten.

Benommenheit oder Kribbeln

Du wirst dies normalerweise in Deinen Fingern wahr nehmen. Manche Betroffene fühlen auch in ihrem Gesicht eine Benommenheit oder Kribbeln, sowohl als auch an den Armen oder Beinen.

Fieberanfälle oder Kälteschauer

Es kann vorkommen, dass sich Deine Körpertemperatur zwischen Kälteschauern und Hitzeschüben hin und her bewegt, besonders im Gesichtsbereich.

Nächtliche Panikattacken – Herzrasen, Aufwachen, Angst

Wer Panikattacken in der Nacht erlebt, weiß, wie schrecklich es sein kann und dass man nicht so schnell dagegen etwas machen kann. Weil man schon alles ausprobiert hat. Man wacht nachts auf, ist Angst erfüllt, das Herz klopft wie verrückt, man schläft nicht mehr ein und denkt man wird sterben oder es wird definitiv jeden Moment etwas schreckliches passieren.

Vor allem wenn man allein ist, ist es unbeschreiblich schrecklich dann eine Panikattacke zu erleben.

Oder man schläft gar nicht erst ein und wartet jeden Moment auf die nächste Panikattacke und füllt sich absolut hilfslos und ängstlich.

Man hat Angst, die Kontrolle zu verlieren, wenn man einschläft. Der Schlaft kommt einem wie ein kleiner Tod vor, darum erfordert es Mut, solche Situationen zu meistern und einzuschlafen.

Und auch wenn man alles ausprobiert hat kann man dagegen vorgehen. Und zwar auf 3 Fronten.

Meine 3 schnelle Tipps gegen Panikattacken nachts:

1) Erstens die Schnellhilfe. Anstatt auf das Schreckliche zu warten, kann man schnell aktiv werden und sich schnell etwas gutes tun: großzügig Licht anmachen, angenehme Musik anmachen (am besten schon vorbereitet!), beruhigenden schönen Tee trinken, Lieblingszeitschrift durchblättern, und geduldig abwarten bis die Panikattacke abklingt. Auch Lasea kann hier sehr nützlich sein, um schnell ruhiger zu werden.

2) Ich habe eher durch Zufall herausgefunden, dass in meinem Falle der volle Magen das Problem sehr stark verstärken konnte. Je voller und je später ich gegessen habe, desto schlimmer wurde es. Darum habe ich gelernt, wie wichtig es ist, nicht auf vollen Magen zu schlafen.

Wichtig: außerdem kann viel zu warme Luft die Angstzustände nachts sehr bemerkbar verstärken. Darum ist es wichtig darauf zu achten, dass das Schlafzimmer 1-2 h vor dem Schlafen gut gelüftet und dann gewärmt ist, sodass man nicht mit voll aufgedrehter Heizung schlafen muss.

3) Auf lange Sicht hilft es natürlich zu erlernen, wie man allgemein mit Panikattacken umgehen kann, dann wird es auch nachts viel einfacher. Dazu habe ich weiter unten die besten Strategien für Dich aufgeschrieben.

Sind diese Symptome gefährlich?

Allgemein gesagt: nein. Es ist wichtig, dass Du Dir dessen bewusst bist, wenn Du eine Panikattacke erlebst. Panikattacken bringen niemanden um, und sie führen auch nicht zu dauerhaften Verletzungen. Es kann sich so anfühlen, als würde Dein Herz zu schlagen aufhören und dass Du wahrhaft am Sterben bist. Aber es ist nicht so, und Du wirst nicht sterben.

Tatsächlich ist die schlimmste Sache, die Du während einer Panikattacke erlebst, die Angst an und für sich. Die Angst vor den Symptomen sorgt dafür, dass Du noch mehr in Panik gerätst, und dadurch entstehen weitere physiologische Veränderungen – kontinuierliches schnelles, flaches Atmen, ein erhöhter Adrenalinspiegel, usw.

Werde ich während einer Panikattacke in Ohnmacht fallen? Wird die Panikattacke ewig dauern?

Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich und kommt sehr, sehr selten vor, dass jemand während einer Panikattacke in Ohnmacht fällt. Du wirst während einer Panikattacke also sehr wahrscheinlich NICHT in Ohnmacht fallen.

Du hast es vielleicht schon einmal erlebt, dass Du während einer Panikattacke vor einer Situation fliehst. Wenn Du dann an einem sicheren Ort bist, dann wirst Du auch bemerken, dass Deine Panikattacke verschwindet.

Es ist wichtig, dass Du Dir bewusst bist, dass eine Panikattacke normalerweise immer von alleine verschwindet. Wenn Du fliehst, dann verschwindet sie schneller, weil Du denkst, dass Du an einem „sichereren“ Ort bist, aber KEINE Panikattacke dauert ewig. Punkt.

Kann ich mir die Panikattacken „weg trainieren“?

Ja, die meisten Menschen können über eine gewisse Zeit hinweg die Panikattacken entweder ganz eliminieren oder mindestens deren Stärke und Häufigkeit reduzieren. Wenn Du die oben genannten Fakten im Kopf behältst, dann kann Dir das auch sehr helfen. Du wirst dadurch Deine Angst vor den eigentlichen Panikattacken verringern und diese damit mit der Zeit auch reduzieren.


Es gibt auf dem Markt viele großartige Bücher, welche die Mechanismen hinter einer Panikattacke beschreiben, und auch spezifisch beschreiben, wie man diese minimiert oder gar eliminiert. ‚Weg Mit Der Panik‘ von Barry McDonagh ist so ein Ratgeber, absolut empfehlenswert. (Hier ist der Link zu meinem Erfahrungsbericht, wird für dich interessant sein, wenn du Angst und Panikattacken bald beenden möchtest!)

Wenn du direkt zum Programm gehen willst, dann klick hier.


 

Lies Dir zudem auch die anderen Artikel auf dieser Seite durch, da Du hier noch mehr darüber lernen kannst, wie Du Dein Problem mit Panikattacken besser in den Griff bekommst.

Du bist nicht alleine. Es gibt da draußen Hilfe für Dein Problem – aber es gibt auch innere Hilfe: in Dir selbst. Panikattacken sind nicht ungewöhnlich. Du bist nicht merkwürdig, Du bist nicht „anders“ und Du bist auch nicht am verrückt werden. Du leidest unter Panikattacken – und dafür gibt es Hilfe, und Hoffnung.

Was tun gegen Panikanfälle – 4 schnelle Tipps, um sie zu stoppen

Ich sag’s sofort: das, was Du hier jetzt gleich lesen wirst, kann dich extrem überraschen, denn es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit genau das Gegenteil von dem sein, was oft empfohlen wird. Du wirst hier jetzt keine Atemübungen gegen Panikattacken finden, auch werden wir jetzt nicht versuchen, die Ursprünge deiner Panikstörung ausfindig zu machen. Nein. Es wird dich überraschen, sei darauf gefasst, und probiere es aus!

Also, hier sind die 4 Schritte, die Du bei Deiner nächsten Panikattacke ausprobieren könntest:

1. Beobachte, was passiert.

Die Panikattacken Symptome sind bei den meisten Menschen Herzrasen, Atemnot, Händezittern und auch natürlich ein starkes Angstgefühl. Nimm eine Beobachter Position ein, während Du den Anfang einer nächsten Angstattacke spürst. Und beobachte das alles.

2. Kämpfe NICHT gegen die Panik Attacke

Wenn der Panikanfall eintritt, und Du anfängst etwas dagegen zu unternehmen, Dich versuchen irgendwie zu beruhigen usw. -> dann wird die Panik schlimmer, und länger. Widerstand wird sie stärken. Deswegen – Lasse Sie zu, akzeptiere sie, erlaube ihr sich in Dir auszubreiten. Sag, sie hat die komplette Freiheit zu tun und lassen was sie will. Das wird sie überraschen :-)

3. Verlange nach MEHR

Ja, das ist kein Tippfehler. Was die Panikattacke noch mehr überraschen wird, ist, dass Du von ihr noch MEHR verlangst. Sag ihr, dass Du willst, dass das allerschlimmste, wozu sie „fähig“ ist, jetzt eintreten soll und Du es dir WÜNSCHST. Sei Dir stets sicher – Panikanfälle sind nicht in der Lage Dir irgendwelchen physischen Schaden zuzufügen. Und wage diesen Schritt. Verlange, dass wenn dein Herz durch die Attacke explodieren soll, so soll es jetzt passieren.

Das wird der Angstattacke ihre Energie gänzlich rauben. Sie hat sich von Deiner Angst vor der Panikattacke genährt, und jetzt akzeptierst Du sie und willst sogar noch mehr! Sie wird so „verhungern“.

Es wird natürlich nicht sehr angenehm sein in dem Moment, doch da musst Du durch, um am Ende das siegreiche Gefühl der Kontrolle zu erlangen.

4. Bedanke dich bei Dir und Deinem Körper und werde Dir bewusst, dass der Anfall heil überstanden ist

Bedanke Dich bei DIR und Deinem Körper dafür, dass Du lebst, dass er gut funktioniert, dass er die Panikattacken mühelos übersteht, so gefährlich sie auch Anfangs erscheinen wollen, sodass sie mit jedem Eintreten an Intensität verlieren.

Probiere es aus, ich hoffe das wird Dir helfen können.

Übrigens, Barry McDonagh hat zum Thema Panikstörung loswerden eine eigene ganz große Antwort: ein ganzes Programm. Ich verrate dir eins: die soeben beschrieben Technik basiert auf seinem System!

Schau dir sein Programm gegen Panikanfälle und Ängstlichkeit an, hier ist der  Erfahrungsbericht zu seinem Programm Weg mit der Panik


http://de.wikipedia.org/wiki/Panikattacke